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SIG Group AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis MEDIENMITTEILUNG Ergebnisse 1. Halbjahr 2026 Konsequenter Fokus auf Umsetzung führt zu soliden Ergebnissen
Mikko Keto, CEO: «Die Marktbedingungen blieben im ersten Halbjahr 2026 herausfordernd. Der Konflikt im Nahen Osten sorgte für Unsicherheit und beeinträchtigte die globalen Handelsströme. Vor diesem Hintergrund erzielte SIG währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen ein leicht positives Umsatzwachstum und steigerte die Margen, was die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells, die Stärke der Partnerschaften mit unseren Kunden und das Engagement unserer Teams unter Beweis stellte. Unsere Margenentwicklung reflektiert die erfolgreiche Umsetzung der im vergangenen Jahr eingeleiteten Verbesserungsmassnahmen sowie unsere Fähigkeit, auf steigende Rohstoff- und Frachtkosten zu reagieren. Nach der soliden Entwicklung im ersten Halbjahr bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr. Wir bleiben im Kostenmanagement weiterhin diszipliniert und identifizieren weiterhin Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Gleichzeitig schärfen wir unseren strategischen Fokus auf aseptische Systemlösungen, wo wir das grösste Potenzial sehen, Mehrwert für Kunden und Aktionäre zu schaffen.»
Zusammensetzung des Umsatzes
Der Umsatz mit aseptischen Kartonpackungen stieg währungsbereinigt um 1,6%, was auf das Wachstum in der APAC-Region, insbesondere in China zu Jahresbeginn, sowie auf eine starke Entwicklung in Nord- und Südamerika im zweiten Quartal zurückzuführen ist. Der Umsatz mit gekühlten Kartonpackungen ging währungsbereinigt um 2,4% zurück. Der Umsatz mit Bag-in-Box-Lösungen und Standbeuteln reduzierte sich währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen um 4,4%, wobei Nordamerika im zweiten Quartal ein leichtes Wachstum verzeichnete. Umsatz nach Regionen: H1 2026
Umsatz nach Regionen: Q2 2026
Europa Im ersten Halbjahr 2026 ging der Umsatz in Europa währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen um 3,1% zurück. Dies ist auf geringere Volumen zurückzuführen, da der Markt für ungekühlte Säfte weiter rückläufig war und sich die Kunden von SIG weniger an Ausschreibungen des Detailhandels für die Produktion von UHT-Milch beteiligten. Die Markteinführung der aluminiumfreien Vollbarriere-Lösung „SIG Terra“ verlief weiterhin erfolgreich und sorgte für eine starke Dynamik. Die Absatzmengen erhöhten sich im ersten Halbjahr um 25%. Die Geschäftsentwicklung im Bereich Bag-in-Box und Standbeutel wurde durch eine schwächere Nachfrage im Nicht-System-Geschäft gekennzeichnet. Indien, Naher Osten und Afrika Das Umsatzwachstum in der Region IMEA im ersten Halbjahr 2026 betrug währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen 0,3%. Es zeigt die Widerstandsfähigkeit von SIG in einem Marktumfeld, das durch weiter steigende Rohstoff- und Logistikkosten gekennzeichnet war, wobei der Grossteil dieser Kosten erfolgreich an die Kunden weitergegeben werden konnte. SIG stärkte in der Region ihre Zukunftsaussichten und sicherte sich im ersten Halbjahr 13 neue Aufträge für Abfüllanlagen. Die Geschäftsentwicklung im Bereich Bag-in-Box und Standbeutel war schwächer, was in erster Linie auf die rückläufigen Ergebnisse im Nicht-System-Geschäft zurückzuführen war. Asien-Pazifik In der Region Asien-Pazifik betrug das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2026 währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen 2,4%. Es unterstreicht die anhaltende Widerstandsfähigkeit des Geschäfts trotz schwächerer Marktbedingungen im zweiten Quartal. Der Rückgang im zweiten Quartal war in erster Linie auf eine schwächere Nachfrage bei gekühlten Kartonpackungen, Bag-in-Box-Lösungen und Standbeuteln zurückzuführen. Der Bereich aseptische Kartonpackungen entwickelte sich weiterhin stabil. Das Unternehmen baute seine Marktposition weiter aus, vor allem dank der Strategie zur Diversifizierung der Verpackungsgrössen in China und Südostasien, die es Kunden ermöglicht, Innovationen im Premium-Segment zu lancieren. Nord- und Südamerika Der Umsatz in der Region Nord- und Südamerika stieg im ersten Halbjahr währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen um 2,9%, vor allem dank des breit abgestützten Wachstums bei aseptischen Kartonpackungen im zweiten Quartal. Die Entwicklung wurde durch eine robuste Nachfrage nach Erfrischungsgetränken in den USA, die anhaltende Dynamik im Molkereisektor, Marktanteilsgewinne in Mexiko sowie erfolgreiche Massnahmen zur Preisgestaltung und zum Produktmix in Brasilien getragen. Auch der Bereich Bag-in-Box und Standbeutel verzeichneten im zweiten Quartal ein positives Wachstum, das vor allem auf die gute Nachfrage nach Sirup und Milchprodukten in den USA zurückzuführen war. Bereinigtes EBIT
Im ersten Halbjahr belief sich das bereinigte EBIT auf EUR 243,7 Millionen (1. Halbjahr 2025: EUR 233,0 Millionen), und die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 15,6% (1. Halbjahr 2025: 14,8%). Insgesamt wirkten sich die Wechselkurse im ersten Halbjahr negativ aus, im zweiten Quartal war der Währungseffekt jedoch neutral. Zum Umsatz trugen auch Preisaufschläge bei, um die negativen Auswirkungen steigender Rohstoffpreise auf den nicht abgesicherten Teil der Polymer- und Aluminiumeinkäufe auszugleichen. Das bereinigte EBIT profitierte von Effizienzsteigerungen sowie von geringeren Abschreibungen nach den Wertminderungen von 2025. Dies wurde teilweise durch höhere Frachtkosten ausgeglichen. Die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten verbesserten sich in Prozent des Umsatzes von 11,9% im ersten Halbjahr 2025 auf 11,3% im ersten Halbjahr 2026. Dies zeigt die Auswirkungen der im vierten Quartal 2025 eingeleiteten Verbesserungsmassnahmen sowie den anhaltenden Fokus auf Kostendisziplin und operative Exzellenz. Die bereinigte EBIT-Marge in Europa stieg aufgrund der vorteilhaften Entwicklung der Rohstoffkosten in den ersten drei Monaten des Jahres und wegen geringerer Abschreibungen. Positive Ergebnisse aus Absicherungsgeschäften trugen zur Steigerung der Marge bei. Die bereinigte EBIT-Marge in der Region IMEA stieg trotz negativen Währungseffekte. Der Anstieg war vor allem auf Effizienzsteigerungen sowie geringere Abschreibungs- und Amortisationsaufwendungen zurückzuführen. In der Region APAC ging die bereinigte EBIT-Marge vor allem aufgrund negativer Währungseffekte und der Preisentwicklung zurück. Die Auswirkungen wurden durch fortlaufende Effizienzsteigerungen teilweise abgefedert. Die höhere bereinigte EBIT-Marge in Nord- und Südamerika ist auf Preiserhöhungen und Kosteneinsparungen zurückzuführen. Diese wurden teilweise durch höhere Rohstoff- und Frachtkosten ausgeglichen. Nettoergebnis und bereinigtes Nettoergebnis Der bereinigte Nettogewinn belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 133,3 Millionen (1. Halbjahr 2025: EUR 136,1 Millionen). Dieser leichte Rückgang war in erster Linie auf einen höheren Steueraufwand zurückzuführen, der das höhere bereinigte EBIT ausglich. Der ausgewiesene Nettogewinn belief sich auf EUR 134,1 Millionen (1. Halbjahr 2025: EUR 91,0 Millionen). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum war hauptsächlich auf geringere Abschreibungen durch den Wegfall der Onex-Kaufpreisallokation sowie auf nicht realisierte Gewinne aus operativen Derivaten zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch einen höheren Steueraufwand ausgeglichen. Nettoinvestitionen
Die Nettoinvestitionen einschliesslich Leasingzahlungen beliefen sich auf EUR 96,3 Millionen, verglichen mit EUR 109,5 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang bei den Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte ist in erster Linie auf die Fertigstellung des Werks für aseptische Kartonpackungen in Indien zurückzuführen. Die Investitionen im aktuellen Berichtszeitraum beinhalten auch die Erweiterung des Werks für aseptische Kartonpackungen in Mexiko. Die Nettoinvestitionen einschliesslich Leasingzahlungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf 6,2% des Umsatzes, verglichen mit 6,9% in der Vorjahresperiode. Freier Cashflow
Der freie Cashflow verbesserte sich im ersten Halbjahr 2026 gegenüber der Vorjahresperiode um EUR 107,6 Millionen auf minus EUR 32,2 Millionen. Die Verbesserung war auf positive Effekte beim Betriebskapital zurückzuführen, darunter geringere Zahlungen für Volumenprämien. Auch geringere Investitionsausgaben und Steuerzahlungen wirkten sich positiv auf den freien Cashflow aus. Die Zinszahlungen stiegen, da sich der Zeitpunkt der Couponzahlungen im Zuge der Refinanzierung im Jahr 2025 änderte, was zu einem negativen Effekt in Höhe von EUR 18,0 Millionen führte. Verschuldungsgrad
Der Nettoverschuldungsgrad belief sich zum 30. Juni 2026 auf 3,0x (30. Juni 2025: 3,0x). Der Bankverschuldungsgrad betrug zum 30. Juni 2026 2,8x. Im April 2026 begab das Unternehmen eine Anleihe im Wert von EUR 500 Millionen mit einem Coupon von 4,0%; die Anleihe wird im April 2031 fällig. Im Juni 2026 schloss das Unternehmen eine Kreditvereinbarung über USD 270 Millionen ab, der voraussichtlich im dritten Quartal 2026 den bestehenden, im Juni 2027 fälligen Kredit in Höhe von USD 270 Millionen ersetzen wird. Ausblick SIG bestätigt die Prognose für 2026. Das Unternehmen erwartet währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen ein Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 0 bis 2%. Die bereinigte EBIT-Marge wird voraussichtlich im Bereich von 15,7 bis 16,2% liegen. Die Prognose ist abhängig von Schwankungen bei Inputkosten und Wechselkursen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Lage im Nahen Osten nach wie vor sehr unsicher ist und Rohstoff- und Frachtkosten auf hohem Niveau schwanken. Die Nettoinvestitionen, einschliesslich Leasingzahlungen, werden innerhalb des Zielkorridors von 6–8 % des Umsatzes erwartet. Der bereinigte effektive Steuersatz wird voraussichtlich zwischen 26 und 28% liegen, und die Ausschüttungsquote für die Dividende wird voraussichtlich in einer Bandbreite von 30–50% des bereinigten Jahresgewinns liegen. Capital Markets Day SIG plant, am 27. Oktober 2026 im The Circle Convention Center am Flughafen Zürich einen Capital Markets Day durchzuführen. Ansprechpartner für Investoren: Christoph Ladner Medienkontakt: Andreas Hildenbrand
Über SIG SIG ist ein führender Anbieter von Verpackungslösungen „for better“ – besser für unsere Kunden, für Verbraucherinnen und Verbraucher und für die Welt. Mit unserem einzigartigen Portfolio aus aseptischen Kartonpackungen, Bag-in-Box-Lösungen und Standbeuteln mit Verschlüssen arbeiten wir partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammen, um Lebensmittel- und Getränkeprodukte auf sichere, nachhaltige und erschwingliche Weise an Verbraucherinnen und Verbraucher in aller Welt zu bringen. Unsere Technologie und unsere herausragende Innovationskraft ermöglichen es uns, unseren Kunden End-to-End-Lösungen für vielfältige Produkte, smartere Produktionswerke und vernetzte Verpackungen anzubieten, die den sich ständig ändernden Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher gerecht werden. Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit, und wir streben danach, ein regeneratives System für Lebensmittelverpackungen zu schaffen. Gegründet im Jahr 1853, hat SIG den Hauptsitz in Neuhausen, Schweiz, und ist an der SIX Swiss Exchange notiert. Die Kompetenz und Erfahrung unserer weltweit rund 9.700 Mitarbeitenden ermöglichen es uns, schnell und effektiv auf die Bedürfnisse unserer Kunden in mehr als 100 Ländern einzugehen. 2025 produzierte SIG 54 Milliarden Packungen und erzielte einen Umsatz von EUR 3,2 Milliarden. SIG hat ein AAA ESG-Rating von MSCI, ein Platin-CSR-Rating von EcoVadis und ist im FTSE4Good Index vertreten. Weitere Informationen unter www.sig.biz.
Überleitungstabellen H1 2026 Bereinigtes EBIT
Bereinigtes EBIT zu bereinigtes EBITDA
Bereinigtes EBITDA
[1] Das Wachstum bei konstanten Kunststoffpreisen schliesst die Auswirkungen der Preisentwicklung bei Kunststoff im Bag-in-Box- und Standbeutel-Geschäft aus. Die Preisveränderungen bei Kunststoff werden direkt an die Kunden weitergegeben. [2] Die verschiedenen Anpassungen des EBIT entnehmen Sie bitte der Tabelle zum bereinigten EBIT.
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