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Presseinformation
Jobsicherheit wird wichtiger, Berufseinstieg bleibt schwer: Die Arbeitsmarkt-Trends im Herbst 2026
1. Jobsicherheit immer wichtigerer Faktor bei der Arbeitgeberwahl 32 % der Beschäftigten nennen einen sicheren Arbeitsplatz als einen der wichtigsten Faktoren bei der Jobwahl ‒ vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Häufiger genannt wird nur das Gehalt (59 %). Für 77 % ist Jobsicherheit sogar wichtiger als beruflicher Aufstieg. Die Gründe liegen vor allem im herausfordernden Arbeitsmarkt: 74 % finden es derzeit schwieriger, überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, 65 % erleben höhere Anforderungen als noch vor drei Jahren. Gleichzeitig berichten Unternehmen von einem anhaltenden Fachkräftemangel: 46 % finden Recruiting schwieriger als vor einem Jahr, 44 % geben an geeignete Kandidatinnen und Kandidaten mit den benötigten Kompetenzen zu finden, sei die größte Hürde. „Der Arbeitsmarkt lädt derzeit nur wenig zum Wechsel ein. Jobsuchende berichten von einem langen Weg bis zum Bewerbungsgespräch oder gar zur Einstellung. Wer einen Job hat, hält sich in der Regel an ihm fest“, sagt Dr. Christina Langer, Senior Economist bei The Stepstone Group. „Für Unternehmen heißt das auch, dass die Suche nach den gefragtesten Fachkräften Zeit in Anspruch nimmt und die bestmöglichen Kandidatinnen und Kandidaten schwer zu finden sind. Arbeitgeber, die Stabilität und unbefristete Jobs bieten, sollten das hervorheben.“ 2. Hoher Bedarf in Gesundheit, Sozialem und Handwerk Trotz des insgesamt angespannten Arbeitsmarkts gibt es in den Bereichen Handwerk, Gesundheit, Logistik und Bau besonders viele Stellenanzeigen auf stepstone.de. Gemessen an der Abweichung vom Durchschnitt 2019–2025 zeigt sich 2025 ein hoher Bedarf zum Beispiel bei: LKW-Fahrerinnen und LKW-Fahrern im Nahverkehr (+40 %), Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegern (+36 %), Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik (+37 %), sowie Anlagenmechanikern und Anlagenmechanikerinnen in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (+17 %) und KFZ-Mechatronikerinnen und KFZ-Mechatronikern (+15 %). „Die besten Jobchancen gibt es derzeit im Handwerk, in technischen Berufen sowie in Gesundheits- und Sozialberufen. Gefragt sind handwerkliches Können und technisches Verständnis. Außerdem gewinnt die direkte Arbeit mit Menschen an Bedeutung. Am größten ist der Bedarf dort, wo die Arbeit vor allem vor Ort erledigt wird, daran ändert KI so schnell nichts“, sagt Dr. Anna Wittich, Arbeitsmarktforscherin bei Stepstone. 3. Die zukunftssichersten Studienfächer ‒ laut Recruitern Im Herbst entscheiden sich viele junge Menschen für ihr Studienfach. In einer gemeinsamen Studie von Stepstone und Studydrive bewerten 455 Personalverantwortliche Medizin, Elektrotechnik und Soziale Arbeit als die zukunftssichersten Studienfächer. Geisteswissenschaften wie Geschichte, Anglistik oder Germanistik werden als die am wenigsten zukunftssicheren Fächer benannt. 58 % der befragten Recruiter sagen außerdem: Zukunftssicher ist, was sich schwer automatisieren lässt. Praxiserfahrung spielt beim Einstieg unabhängig davon eine große Rolle: 42 % der Young Professionals geben an, dass Praktika oder eine Werkstudententätigkeit ihren Einstieg maßgeblich erleichtert haben. Für 34 % war eine Tätigkeit während des Studiums das direkte Ticket zur Übernahme. „Medizin und soziale Arbeit brauchen tiefes Fachwissen und die direkte Arbeit mit Menschen. Elektrotechnik braucht besonderes technisches Verständnis. Der Fachkräftemangel in allen drei Bereichen ist real, und Wirtschaft und Gesellschaft brauchen diese Menschen dringend. Das wird sich so schnell nicht ändern“, sagt Dr. Anna Wittich. „Das Ranking zeigt, was Recruiter für zukunftssicher halten. Nicht zwingend was sich jobtechnisch lohnt. Entscheidend ist, sich früh mit möglichen Karrierepfaden auseinanderzusetzen. Wer echtes Interesse an einem Fach hat, sollte nicht nur auf Rankings schauen. Es geht darum zu überlegen: Was macht mir überhaupt Spaß? Welche Berufe ermöglicht das Studium? Welchen Bedarf gibt es für diesen Beruf? Und kann ich während des Studiums praktische Erfahrung darin sammeln?“ 4. Der Berufseinstieg bleibt schwierig Der Anteil der Jobs für Berufseinsteigende auf stepstone.de lag 2025 rund 33 % unter dem ab 2019 gemessenen Mehrjahresschnitt, der tiefste Stand seit Beginn der Messungen. Im ersten Halbjahr 2026 lag der Anteil wieder rund 14 % über dem Vorjahreszeitraum. Ein erstes positives Signal, aber noch kein Grund zur Entwarnung. „Wir sehen einen anhaltenden Rückgang im Einstiegssegment, der sich quer durch alle klassischen Wissensberufe zieht. Vor allem Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen stecken oft in einem Teufelskreis: ohne Erfahrung kein Job, ohne Job keine Erfahrung. KI und die wirtschaftliche Schwächephase treffen den Berufseinstieg an einer empfindlichen Stelle, weil zuerst die klassischen Junioraufgaben betroffen sind, an denen Einsteiger bisher gelernt haben“, sagt Dr. Christina Langer. „Wer heute Juniorstellen abbaut, spart kurzfristig und verliert die Fachkräftebasis von morgen. Gerade entsteht eine Lücke, die sich in der nächsten Konjunkturerholung nicht so einfach schließen wird. Einstiegsjobs müssen deshalb neu gedacht werden: duale Programme, Mentoring, frühe Projektverantwortung, Lernumgebungen, in denen KI von Anfang an als Werkzeug dabei ist. Mit dem Ziel, Berufseinsteigenden beizubringen, KI produktiv und kritisch einzusetzen.“ Das vollständige Ranking der zukunftssichersten Studiengänge laut Recruitern
Über Dr. Christina Langer Dr. Christina Langer ist Senior Economist bei The Stepstone Group, Ökonomin und Arbeitsmarktforscherin mit den Schwerpunkten Zukunft der Arbeit, generative KI und Kompetenzentwicklung. Neben ihrer Tätigkeit bei Stepstone ist sie Economist am ifo Institut und Digital Fellow am Stanford Digital Economy Lab, Teil des Stanford Institute for Human-Centered AI. Zuvor forschte sie dort als Postdoctoral Researcher zu den Auswirkungen künstlicher Intelligenz, neuer Technologien und veränderter Kompetenzanforderungen auf Arbeitsmarkt, Unternehmen und Beschäftigte. Ihre Arbeit wurde international veröffentlicht und unter anderem von The New York Times aufgegriffen. In Medien, Vorträgen und Analysen verbindet sie wissenschaftliche Evidenz mit praxisnahen Empfehlungen für Unternehmen, Politik und Öffentlichkeit. Über Dr. Anna Wittich Dr. Anna Wittich ist Arbeitsmarktforscherin bei The Stepstone Group und forscht zu Jobsuche, Bewerbung, Recruiting und Arbeitszufriedenheit. In ihrer Arbeit analysiert sie, wie sich Erwartungen, Entscheidungen und Erfahrungen von Beschäftigten, Bewerbenden und Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt verändern. Auf Basis von Stepstone-Daten und Studien ordnet sie Entwicklungen rund um Karrierewege, Bewerbungsverhalten, Wechselbereitschaft, Arbeitsbedingungen und moderne Personalarbeit ein. In Medien, Vorträgen und Analysen verbindet sie datenbasierte Arbeitsmarkteinblicke mit praxisnahen Empfehlungen für Beschäftigte, Jobsuchende und Unternehmen. Über die Daten Die Angaben zu Jobsicherheit und Bewerbungserfahrungen stammen aus dem Hiring Trends Update 2026, einer repräsentativen Befragung von 6.114 Beschäftigten sowie 800 Personalverantwortlichen in Deutschland (Feldphase: 23. April bis 6. Mai 2026). Die Kandidatenstichprobe ist repräsentativ für die deutsche Erwerbsbevölkerung nach Alter, Geschlecht und Bildungsstand. Die Datenerhebung wurde vom Stepstone Arbeitsmarktforschungsteam durchgeführt. Die Angaben zur Nachfrage nach Berufsfeldern beruhen auf einer Auswertung aller auf Stepstone ausgeschriebenen Stellen seit 2019: Anteil des jeweiligen Berufsfelds an allen Ausschreibungen 2025 im Vergleich zum Durchschnittsanteil der Jahre 2019 bis 2025. Die Angaben zur Zukunftsfähigkeit von Studienfächern und zum Berufseinstieg stammen aus der gemeinsamen Studie „Entry Level Jobs" von Stepstone und Studydrive, für die im November 2025 rund 4.500 Personen in Deutschland befragt wurden, darunter 754 Studierende, 331 Young Professionals und 455 Personalverantwortliche. Die Gesamtstichprobe ist nach Alter, Geschlecht und Bildung repräsentativ für die deutsche Erwerbsbevölkerung. Für die Sonderauswertung zum Berufseinstieg wurden alle Stellenanzeigen auf stepstone.de im Zeitraum Januar 2020 bis Juni 2026 analysiert. Als Einstiegspositionen wurden Anzeigen erfasst, die Begriffe wie „Trainee“, „Berufseinsteiger*in“, „Absolvent*in“ oder „abgeschlossene Ausbildung“ enthalten. Der Anteil dieser Stellen am Gesamtangebot wurde anschließend mit dem Mehrjahresschnitt verglichen. Für diese Auswertung zum Berufseinstieg wurden Berechnungsgrundlagen sowie Begrifflichkeiten der Plattformdaten-Auswertungen präzisiert. Abweichungen zu früheren Analysen sind darauf zurückzuführen. Über The Stepstone Group The Stepstone Group ist eine weltweit führende digitale Recruiting-Plattform, die Unternehmen mit passenden Talenten zusammenbringt und Menschen hilft, den richtigen Job zu finden. Mit Hilfe KI-unterstützter Job-Marktplätze und programmatischer Marketing-Lösungen erreichen jedes Jahr mehr als 130 Millionen Bewerbungen offene Jobs bei Arbeitgebern. Das Unternehmen zählt rund 70.000 Kunden und ist in mehr als 10 Ländern aktiv – darunter mit Stepstone in Deutschland, mit Appcast in den USA und mit Totaljobs in Großbritannien. The Stepstone Group mit Hauptsitz in Düsseldorf beschäftigt weltweit mehr als 2.500 Menschen. Mehr Informationen unter: www.thestepstonegroup.com/deutsch Kontakt The Stepstone Group Presse press@stepstone.com Ende der Pressemitteilung Emittent/Herausgeber: The Stepstone Group Schlagwort(e): Dienstleistungen
16.09.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. |
| Sprache: | Deutsch |
| Unternehmen: | The Stepstone Group |
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| Deutschland | |
| Internet: | https://www.thestepstonegroup.com/de/ |
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| EQS News ID: | 2399588 |
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2399588 16.09.2026 CET/CEST