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Emittent / Herausgeber: Savills Immobilien Beratungs-GmbH
/ Schlagwort(e): Immobilien/Research Update
Immobilieninvestmentmarkt Deutschland:Transaktionsvolumen stabil, Liquidität bleibt eingeschränkt Am deutschen Investmentmarkt für Gewerbe- und Wohnimmobilien* belief sich das Transaktionsvolumen im 1. Halbjahr 2026 auf ca. 14,7 Mrd. Euro und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (ca. 14,4 Mrd. Euro). Wie schon im letzten Jahr war das 2. Quartal auch im laufenden Jahr deutlich umsatzschwächer als das 1. Quartal. War es im letzten Jahr die US-Zollpolitik, die den Markt ab dem Frühjahr belastete, bremste nun der anhaltende Konflikt im Nahen Osten die Aktivität. Karsten Nemecek, Deputy CEO Germany bei Savills und verantwortlich für den Bereich Capital Markets, kommentiert das Marktgeschehen so: „Viele Marktteilnehmer suchen im anhaltend unsicheren Umfeld nach Orientierung und finden sie nur langsam. Das führt zu ungewöhnlich langen Entscheidungs- und Transaktionsprozessen bei weiterhin eingeschränkter Marktliquidität. Vor allem bei großvolumigen Transaktionen werden nach wie vor viele Prozesse abgebrochen. Zugleich wird aber immer klarer, welche Objekte zur aktuellen Nachfrage passen. Eigentümer können heute besser einschätzen, welche Objekte im aktuellen Umfeld zu welchem Preis verkäuflich sind, und wählen ihre Objekte entsprechend gezielter aus. Perspektivisch könnte das für mehr Abschlüsse sorgen.“ Einzig Gesundheits- und Sozialimmobilien mit Umsatz über dem 10-Jahres-Mittel Am stärksten nahm die Zahl der Transaktionen bei Wohnimmobilien* zu – trotzdem lag das Transaktionsvolumen 5 % unter dem Vorjahreswert, weil die Transaktionen im Durchschnitt merklich kleiner ausfielen als im Vorjahr. Gleichwohl blieb das Wohnsegment im 1. Halbjahr das bei Weitem umsatzstärkste (ca. 3,8 Mrd. Euro). Es folgen Industrie- und Logistikimmobilien sowie Büros (je 2,3 Mrd. Euro), deren Umsatz jeweils etwa ein Zehntel über dem Vorjahresniveau lag. Der Umsatz mit Handelsimmobilien ging dagegen um mehr als ein Drittel auf knapp 1,8 Mrd. Euro zurück. Mit einem Anstieg von 50 % wiesen Gesundheits-/Sozialimmobilien das größte Umsatzplus aller Nutzungen auf. Zudem ist es das einzige Segment, bei dem das Transaktionsvolumen über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre lag (+ 42 %). Die Übernahme von Cofinimmo durch Aedifica, auf die etwa die Hälfte des Halbjahresumsatzes entfällt, hat hierzu maßgeblich beigetragen. Wenige echte Benchmarks im großvolumigen Segment Transaktionen im dreistelligen Millionen-Bereich blieben insgesamt rar, und oft bedurfte es sogar besonderer Umstände, dass sie überhaupt zustande kamen, wie Matthias Pink, Head of Research Germany bei Savills, erläutert: „Von den zehn größten Einzelobjekttransaktionen im ersten Halbjahr stand in fünf Fällen die öffentliche Hand auf Käuferseite. Zwei weitere Verkäufe erfolgten aus Insolvenzen heraus. Damit bleiben nur drei Transaktionen, die als echte Benchmarks für den Markt taugen – und ihnen stehen zahlreiche abgebrochene Verkaufsprozesse gegenüber. Vor allem bei großvolumigen Büroobjekten ist die Zahl potenzieller Käufer weiterhin sehr klein, und zwar unabhängig von der Risikoklasse.“ Dass Einrichtungen der öffentlichen Hand bei einigen der größten Transaktionen des laufenden Jahres auf Käuferseite standen, spiegelt sich auch in ihrem Ankaufsvolumen wider: Sie haben im 1. Halbjahr Objekte für mehr als 2 Mrd. Euro erworben und damit schon genauso viel investiert wie im gesamten Jahr 2025. Umgekehrt blieben institutionelle Investoren ausgesprochen zurückhaltend. Als Direktinvestoren spielten Pensionseinrichtungen (150 Mio. Euro Ankaufsvolumen), Versicherungen (75 Mio. Euro) und Co. im 1. Halbjahr nahezu gar keine Rolle. Das gleiche gilt für offene Immobilienpublikumsfonds als typische Käufer großer Objekte, die in den letzten Monaten ausschließlich als Verkäufer in Erscheinung traten. Family-Offices und Privatinvestoren spielten mit einem Ankaufsvolumen von knapp 1 Mrd. Euro dagegen weiterhin eine im langfristigen Vergleich überproportionale Rolle. Allerdings traten sie wesentlich seltener als noch im letzten Jahr bei Ankäufen jenseits von 50 Mio. Euro in Erscheinung. Ausblick: Stabile Nachfrage trifft auf wachsendes Angebot und steigenden Preisdruck Insgesamt, so die Einschätzung von Savills, ist die Nachfrage stabil, nimmt aber nicht zu. Dem steht ein großes und tendenziell wachsendes Angebot gegenüber. Zusammen mit den seit Beginn des Nahost-Konflikts gestiegenen Zinsen erhöht dies den Druck auf die Preise. Vor allem die Anfangsrenditen für Objekte abseits des Spitzensegments bewegten sich im 2. Quartal nach oben. Punktuell stiegen aber auch die Spitzenrenditen. Für die nächsten Monate rechnet Savills mit einem weiteren Anstieg. Den übergeordneten Ausblick für den weiteren Jahresverlauf skizziert Nemecek wie folgt: „Im vergangenen Jahr folgte auf ein schwaches zweites Quartal ein deutlich stärkeres zweites Halbjahr. Ob sich dieses Muster 2026 wiederholt, bleibt abzuwarten. Die anhaltende Unsicherheit spricht eher für eine weiterhin abwartende Haltung vieler Investoren. Gleichzeitig nehmen das Angebot und der Pragmatismus auf Verkäuferseite zu. Einen grundlegenden Dynamikwechsel am Markt sehen wir derzeit aber nicht.“ In seinem Basisszenario geht Savills für 2026 deshalb unverändert von einem Transaktionsvolumen in Höhe von ca. 35 Mrd. Euro aus. * nur Transaktionen ab 20 Wohneinheiten Ergänzende Grafiken und Daten zu dieser Pressemeldung finden Sie in unserem Online-Dashboard. Über Savills Wir helfen Menschen, ihre Immobilienziele zu verwirklichen. Und das seit über 170 Jahren. An der Londoner Börse gelistet, mehr als 42.000 Beraterinnen und Berater in über 70 Ländern: Mit Savills bekommen Sie weltweit fundierte Expertise zu Gewerbe- und Wohnimmobilien. Wir haben lokale sowie globale Trends im Blick, sammeln kontinuierlich wertvolle Marktdaten und bieten innovative Lösungen. Auf diese Weise können wir Sie bei Ihrem Projekt voranbringen. Ob Sie als Unternehmen expandieren, als Investor Ihr Portfolio nachhaltig optimieren möchten oder ein neues Zuhause für Ihre Familie suchen: Wir helfen Ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. In Deutschland ist Savills mit mehr als 400 Mitarbeitenden in sieben Büros an den wichtigsten Immobilienstandorten präsent. Savills bietet Expertise und Markttransparenz in folgenden Bereichen an:
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