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EQS-News: AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft
/ Schlagwort(e): Jahresergebnis
AGRANA erzielt 2025|26 solides operatives Ergebnis von 81,2 Mio. €
Die AGRANA Beteiligungs-AG veröffentlichte am 15. April 2026 die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025|26 (1. März 2025 bis 28. Februar 2026). Mit der heutigen Präsentation des Geschäftsberichts liegen nun die finalen Zahlen vor. Während die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2025|26 um 7,9 % auf 3.237,3 Mio. € zurückgingen, konnte das operative Ergebnis um 6,2 % auf 81,2 Mio. € (Vorjahr: 76,5 Mio. €) gesteigert werden. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen belief sich auf –74,1 Mio. € (Vorjahr: –36,4 Mio. €) und beinhaltete u.a. eine nicht zahlungswirksame Wertminderung auf Anlagevermögen im Segment ACS – Zucker in Höhe von 46,0 Mio. €. Diese außerordentlichen Abschreibungen belasteten das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) auf Konzernebene stark, welches somit nur 3,2 Mio. € betrug (Vorjahr: 40,5 Mio. €). „Wir befinden uns weiterhin in einem Umfeld, das von politischen Unsicherheiten, einer instabilen Wirtschaftslage sowie volatilen Energie- und Rohstoffmärkten geprägt ist. Diese Herausforderungen, die zuletzt auch durch den Krieg im Nahen Osten verschärft wurden, prägen unsere aktuelle Geschäftstätigkeit. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage gelang 2025|26 ein solides operatives Ergebnis. Das Segment Food & Beverage Solutions entwickelte sich sehr gut und stabilisierte das Gruppenergebnis. Das Zuckergeschäft blieb operativ schwach, zeigte aber dank Restrukturierungsmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr erste Verbesserungen. Demgegenüber litten die Stärkeaktivitäten 2025|26 marktbedingt unter rückläufigen Ergebnissen – hier arbeiten wir intensiv an unserer Spezialitätenstrategie, um die Margen auch in einem anhaltend volatilen Umfeld zu stabilisieren,“ betont AGRANA-CEO Stephan Büttner. „Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein zumindest stabiles operatives Ergebnis und eine sehr deutliche EBIT-Verbesserung. Wir haben die Weichen richtig gestellt: Unser Optimismus stützt sich dabei auf unsere operative Leistungsfähigkeit, das diversifizierte Geschäftsmodell sowie die strukturelle Transformation auf Holding- und Segmentebene im Rahmen der Konzernstrategie AGRANA NEXT LEVEL“, so Büttner.
Wichtige Kennzahlen
Bei einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Bilanzsumme zum 28. Februar 2026 von 2.438,3 Mio. € (28. Februar 2025: 2.710,9 Mio. €) lag die Eigenkapitalquote bei 44,1 % (28. Februar 2025: 45,4 %). Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2026 lagen mit 421,0 Mio. € um 15,4 Mio. € unter dem Wert des Bilanzstichtages 2024|25. Das Gearing zum Stichtag stieg auf 39,2 % (28. Februar 2025: 35,5 %). Basierend auf AGRANAs langfristig ausgerichteter Dividendenpolitik, die auf Kontinuität setzt, wird der Vorstand der Hauptversammlung heuer die Ausschüttung einer Dividende von 0,35 € je Aktie vorschlagen (Dividende für 2024|25: 0,70 € je Aktie).
Segment Food & Beverage Solutions (FBS)
Die EBIT-Verbesserung war insbesondere auf eine positive Geschäftsentwicklung in den Regionen Europa (inklusive Ukraine) sowie Nord- und Südamerika zurückzuführen.
Segment ACS – STÄRKE
Der Umsatz im Segment ACS – Stärke lag leicht unter dem des Vorjahres, was u.a. auf geringere Verkäufe von Verzuckerungsprodukten zurückzuführen ist. Auch die Verkaufspreise für Verzuckerungs-, aber auch Stärkeprodukte sowie Ethanol waren rückläufig. Der Anteil des Segmentes ACS – Stärke am Konzernumsatz betrug 30,4 % (Vorjahr: 28,8 %). Das EBIT im Segment ACS – Stärke lag deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Hauptgrund dafür war der Margenrückgang im Bereich Ethanol sowie bei Verzuckerungsprodukten.
Segment ACS – ZUCKER
Im Segment ACS – Zucker standen relativ stabilen Zuckerabsätzen an die Industrie sehr deutlich gesunkene Verkäufe im Retailbereich gegenüber. Eine weitere maßgebliche Ursache des Umsatzrückganges waren markant gesunkene Zuckerverkaufspreise. Der Anteil des Segmentes ACS – Zucker am Konzernumsatz betrug 17,6 % (Vorjahr: 23,9 %). Das Segment-EBIT wurde abermals durch Sondereinflüsse negativ belastet und lag deutlich unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Segment ACS – Zucker betrug –71,3 Mio. € und beinhaltete im Wesentlichen Wertminderungen auf Vermögenswerte in Höhe von 46,0 Mio. € sowie Aufwendungen in Höhe von 13,7 Mio. € im Zusammenhang mit den Schließungen der Standorte Leopoldsdorf (Österreich) und Hrušovany (Tschechien). Die eingeleiteten Spar- und Optimierungsmaßnahmen wirkten sich bereits seit Beginn des Geschäftsjahres 2025|26 positiv auf die operative Ergebnisentwicklung aus, wodurch der operative Verlust mit –30,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (–48,9 Mio. €) trotz der anhaltenden herausfordernden Rahmenbedingungen deutlich reduziert werden konnte.
Ausblick AGRANA rechnet für das Geschäftsjahr 2026|27 mit einem EBIT, das sehr deutlich über dem Vorjahr liegen soll; erwartet wird ein Wert in einer Bandbreite von 70 bis 90 Mio. €. Beim Konzernumsatz wird von einem leichten Anstieg ausgegangen. Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten sowie im Bereich Holding & Sonstige soll insgesamt bei rund 113 Mio. € liegen und damit moderat über dem Wert von 2025|26, jedoch unter dem geplanten Abschreibungsniveau (rund 117 Mio. €).
Über AGRANA AGRANA veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von industriellen Vorprodukten. Rund 8.400 Mitarbeiter erwirtschaften in den beiden Geschäftsbereichen Food & Beverage Solutions sowie Agricultural Commodities & Specialities an weltweit 50 Produktionsstandorten einen jährlichen Konzernumsatz von rund 3,2 Mrd. €. Das Unternehmen wurde 1988 gegründet, ist Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen sowie weltweit führender Hersteller (und Anbieter) von Apfelsaft- und Beerensaftkonzentraten. AGRANA ist das führende Zuckerunternehmen in Zentral- und Osteuropa und bedeutender Produzent von kundenspezifischen Kartoffel-, Mais- und Weizenstärkeprodukten sowie von Bioethanol.
Diese Meldung steht unter www.agrana.com zur Verfügung. [1] Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen [2] Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden [3] Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte [4] Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
12.05.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group |
| Sprache: | Deutsch |
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